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Die 12 Apostel

12 Apostel

Jesus wurde auf seinem Weg durch Palästina als Wanderprediger und Seelsorger immer wieder von Menschen begleitet. Zu ihnen zählen als die engsten Vertrauten zwölf Männer, die Jesus als seine Jünger berufen und zur Verkündigung des Glaubens beauftragt hat. Darum werden sie auch Apostel (= Gesandter) genannt.
Ist Ihnen diese Gruppe vertraut? Kenne Sie zumindest Ihre Namen?
Wir Pfarrer des Eibenstocker Konvents wollen Ihnen in diesem Jahr die zwölf Jünger Jesu vorstellen.

  • Petrus
  • Judas Thaddäus
  • Judas Ischariot
  • Andreas
  • Thomas
  • Johannes
  • Simon Zelotes
  • Matthäus-Levi
  • Jakobus Zebedäus
  • Jakobus der Jüngere

    Jakobus der Jüngere

    Jakobus der JüngereWie wir bereits in der letzten Ausgabe der Kirchlichen Nachrichten im Beitrag über den Apostel Jakobus Zebedäus erfuhren, gibt es im Neuen Testament mindestens drei Personen mit dem Namen „Jakobus“.

    „Jakobus“ ist die latinisierte Form des hebräischen männlichen Vornamens „Jakob“, den wir im biblischen Zusammenhang vor allem vom Stammvater des Volkes Israel kennen. Die Geschichte der Geburt Jakobs (1. Mose 25, 19-28) erklärt auch eine mögliche Bedeutung des Namens: „Als nun die Zeit kam, dass Rebekka gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe. Der erste, der herauskam, war rötlich, ganz rauh wie ein Fell, und sie nannten ihn Esau. Danach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau, und sie nannten ihn Jakob. (1. Mose 25, 24-26)“ – „Fersenhalter“.

    Nach einer anderen Herleitung bedeutet der Name „Gott möge schützen“. Im Neuen Testament trägt nicht nur der Vater des Apostels Judas den Namen Jakobus (vgl. Lk 6, 16; Apg 1, 13), sondern ebenso ein Bruder des HERRN Jesus, der vor allem später eine wichtige Rolle in der Leitung der Jerusalemer Gemeinde spielte (vgl. Gal 2, 9 u. 12), wahrscheinlich der Verfasser des Jakobusbriefes ist und, wie der spätantike Theologe und Geschichtsschreiber Euseb von Caesarea berichtet, den Beinamen „der Gerechte“ führte, als auch zwei der Jünger Jesu heißen so.

    Der eine Jünger Jakobus war der Bruder des Jüngers Johannes und wie dieser ein Sohn des Zebedäus. Er trug den Beinamen „der Ältere“. Über ihn konnten wir in der Reihe „Die zwölf Apostel“ schon lesen.

    Der andere Jünger Jakobus war der Sohn des Alphäus.  Über diesen Jakobus wäre hier zu berichten, wenn wir von ihm,

    Jakobus der Jüngere mit Tuchwalkerstange; Deckenfresko

    der in den Apostellisten immer an einer der letzten Stellen genannt wird (Mk 3, 13-19; Mt 10, 1-4; Lk 6, 12-16), mehr wüssten als nur seinen Namen. Annehmen darf man vielleicht, dass er es ist, der – möglicheJakobus der Jüngere Martyriumrweise wegen seiner kleinen Gestalt, in jedem Fall aber zur besseren Unterscheidung – den Beinamen „der Kleine“/ „der Jüngere“ (Mk 15, 40) trägt. Demnach gehörte seine Mutter Maria zu jenen Frauen, die Jesus nachfolgten (vgl. Mk 15, 40; 16, 1; Mt 27, 56; Lk 24, 10).
    Weitere gesicherte Einzelheiten können über diesen Mann aus dem allerengsten Kreis um Jesus nicht gesagt werden.

    Das mag verwundern oder sogar enttäuschen. Seine Gefolgschaft zum HERRN allein zählt! Das gilt wie bei ihm so auch für uns.

    In der Kunst wird Jakobus der Jüngere oft mit einer Tuchwalkerstange dargestellt, weil er der Legende nach mit einer solchen erschlagen worden ist. Wie auch immer: Er ruhe im Frieden Gottes!

    Pfarrer Michael Lippky, Pfarrer in Bockau

     

     

     

    Stephan Lochner, Martyrium des Jakobus des Jüngeren, nach 1435; Frankfurt a.M. Städel-Museum

     

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